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Ricarda Lisk über Rauchen im Hallenbad und rasierende Busfahrer / 18.09.2012

Ricarda Lisk vor dem Start in Peking.

Ricarda Lisk vor dem Start in Peking.

Vor den letzten beiden Rennen der Triathlon-Weltmeisterschaftsserie in Yokohama und Auckland nahm Ricarda Lisk an den offenen Spanischen Meisterschaften und einem Einladungsrennen in Peking teil. Bei beiden Rennen belegte sie Platz fünf und war damit ganz zufrieden. In den Wochen zuvor hatte die Korberin mit einer hartnäckigen Erkältung zu kämpfen gehabt und daher die beiden Wettkämpfe zum Formaufbau für das Saisonfinale genutzt.

Zum Rennen in Peking schrieb Ricarda folgenden interessanten und recht amüsanten Bericht:
"In Peking wurde ich erstmal sehr herzlich am Flughafen mit Blumen empfangen. Das Rennen, das von IMG organisiert wurde, fand im Fengtai Distrikt im Westen von Peking statt. Die Regierung will die neue Wohngegend bekannt machen und nutzte den Triathlon als Werbung. Ich muss sagen, eine sehr gute Idee! Eine Gegend erkundet man am besten zu Fuß oder noch besser mit dem Rad.
Geschwommen wurde in einem See, der mitten in einem schönen, typisch chinesisch angelegten Park war. In dem Park war auch die Laufstrecke. Ganz nach dem Motto von "Escape from Alcatraz", dem berühmten Triathlon in San Francisco, war die Strecke sehr selektiv mit Asphalt-und Ackerwegen, Treppen rauf und runter und vielen Kurven. Langweilig wurde es einem nicht.
Das Highlight war allerdings die Radrunde über 40 km. Zuerst ging es auf einer dreispurigen Straße, die mit dem Radweg eigentlich vierspurig war, in die Wohngegend Fengtais. Es galt Windschatten Verbot, ich war also auf meinem Stevens Volt Zeitfahrrad unterwegs, und kam mir vor wie auf einer einsamen Autobahn. Nach 20 km ging es in die Berge bis zu einem alten Tempel. Die Aussicht war gigantisch, zumal der Himmel tatsächlich blau war und nicht dieses milchige Smogweiß. IMG erzählte mir, dass sie einige Straßen extra bauen mussten, um den Rundkurs hinzubekommen. Tolle Arbeit!
Das Starterfeld bestand aus elf Pro-Athleten, sechs Frauen und fünf Männern, und 250 Jedermännern und -frauen. Übersichtlich, aber doch beeindruckend für chinesische Verhältnisse! Leider hatte ich gegen die zwei Olympiastarterinnen Sarah Groff (USA) und Nicky Samues (NZL), die die Plätze eins und zwei belegten und die zwei amerikanischen Non-Drafting-Profis Becky Lavelle (Platz 3) und Jenna Parker (Platz 4) keine Chance mit meiner einwöchigen Vorbereitung und wurde Fünfte vor der chinesischen Olympiastarterin.
Mir hat das Rennen allerdings sehr Spaß gemacht und ich möchte IMG herzlich danken für die Einladung und die perfekte Organisation. Nächstes Jahr werde ich hoffentlich wieder am Start sein!
Ein paar Eindrücke muss ich allerdings noch loswerden. Ich war überaus erstaunt, als unser Fahrer seinen Rasierer auspackte und anfing sich zu rasieren während er den Bus durch die Pekinger Rushhour navigierte.
Auch dass das Rauchen im Hallenbad erlaubt ist, bzw. man die Zigarette dann einfach auf den Boden wirft, ist sehr verwunderlich.
Die Entdeckung eines ca. achtjährigen Mädchens, das ohne Helm hinter seiner Mutter auf dem Moped sitzt und seelenruhig ein Buch liest, ließ mich allerdings fast vom Rad fallen."



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